Projekt: Dauerausstellung – Dem Wasser bleibe immer treu, Mensch

Aufgaben: Konzept, Inhalt, Recherche, Texterstellung
Ort: Stadtbad Gotha
Auftraggeber: Badbetreibung Gotha GmbH

Zielstellung:
Ziel ist es, in die historische Bausubstanz des Obergeschosses des unter Denkmalschutz stehenden Stadt-Bades in Gotha eine Dauerausstellung anlässlich 110 Jahre Stadt-Bad zu integrieren.
Das Jubiläum soll sich in der Ausstellung widerspiegeln, so auch die Hintergründe zur Entstehung und Bedeutung historischer Volksbäder in Europa. Es musste eine Darstellungsform gefunden werden, die den Badebetrieb nicht behindert, die sich in die Bausubstanz integriert und dennoch eine optische Ergänzung ist.

Hintergrund:
Die Badbetreibung Gotha GmbH betreibt das historische Stadt-Bad, das seit 2014 mit einem Anbau ergänzt, völlig saniert der Bevölkerung offen steht. Dass dieses Bad nach ca. 25 Jahren Schließzeit, reaktiviert wurde, ist der Gewinn einer aktiven Bürgerschaft und Stadtrates. Diese historischen Stadtbäder sind Kulturdenkmale, aktive Sportstätten und oft Eckpfeiler des gesellschaftlichen Lebens in den Städten und angrenzenden Regionen.
Dass die Stadt Gotha die Sanierung und Erweiterung des Stadt-Bades in Angriff genommen hat, ist eine Ausnahme, denn nur noch ca. 20 % der ehemals existierenden Bäder, sind heute noch als solche erhalten und in adäquater Benutzung.

Ausstellungskonzept:
Auf Objekte wurde in der Ausstellung verzichtet. Das wesentliche Objekt ist das Bad selbst. Gemeinsam mit dem Betreiber und dem Gestalter entschied man sich für eine Präsentationsform, die die Struktur der Stützen im Obergeschoss des Bades aufnimmt. Ohne dass in die Bausubstanz eingegriffen werden musste, wurden die Stützen mit einer Konstruktion umhaust, die Tafeln aus Alu-Dipond als Informationsträger tragen.
Zunächst war eine klassische Gestaltung mit einem klassischen Aufbau des Inhaltes vorgesehen, also chronologisch von der ersten Idee zum Stadt-Bad über seine Schließung bis zur Wiedereröffnung – in einem farblich angepassten Farbdesign.

Da diese Bäder damals moderne Einrichtungen waren, das neue Konzept der Betreibung modern und zukunftsorientiert ist, sollte auch die Gestaltung der Ausstellung modern und zeitlos ein. So sind auch die wesentlichen Themen, von denen die Ausstellung getragen wird, zeitlos: Wasser, Gesundheit, Mensch – und damit verbunden auch der Regenbogen. Der Regenbogen gab uns als Sympathieträger das Farbkonzept vor.
In den nächsten Schritten galt es, das Farbkonzept auf die Stützen zu übertragen und den Inhalt fach- und sachgerecht danach zu gliedern.

Partner:
Gestaltung: Frank Weiss (ehemals xio_Design jetzt frank&frei)
Technik: Axel Kohl (LOGO Werbestudio)
Zeichnungen: Simon Barth
Lektorat: Arianne Keller

Visual Key zur Ausstellung: Dem Wasser bleibe immer treu, Mensch. Gestaltung: Frank Weiss.
Visual Key zur Ausstellung: Dem Wasser bleibe immer treu, Mensch. Gestaltung: Frank Weiss.

Er „brachte Licht und Ordnung in die Welt“. Christian Wolff. Eine Biographie. 
von Hans-Joachim Kertscher

Aufgaben: Aufgabencontrolling, Mittelbeantragung und -abrechnung, Bildrecherche und Bildredaktion


Auftraggeber: Christian-Wolff-Gesellschaft für die Philosophie der Aufklärung e.V.
Zeitraum: 2018



 

Zielstellung:


Im Hinblick auf die biographische Erschließung des Lebens von Christian Wolff sind wir gegenwärtig immer noch auf Texte angewiesen, die aus dem 18. bzw. 19. Jahrhundert stammen. Eine geschlossene Biographie, die modernen Maßstäben verpflichtet ist, lag bisher nicht vor. Die Dringlichkeit diesem Desiderat zu begegnen, liegt auf der Hand.

Umgesetzt wurde eine populärwissenschaftliche Biographie zum Gebrauch fur Leser, die sich fur Fragestellungen der deutschen Aufklärung und deren Protagonisten interessieren





Hintergrund:


Christian Wolff war von 1706 bis 1723 und von 1740 bis zu seinem Tod Professor zunächst fur Mathematik an der Universität in Halle. Als Folge seines europaweit fur Aufsehen sorgenden Konflikts mit den Pietisten in Halle musste er Preußen zwischenzeitlich verlassen. Mit seinen in deutscher und lateinischer Sprache verfassten Schriften zur Logik und Mathematik, zur Metaphysik und Ethik, zum Naturrecht und zu vielen anderen Themen übte er einen weit uber Deutschland hinausgehenden Einfluss auf „das Zeitalter der Aufklärung“ aus. Er hat bedeutende Schuler, gluhende Verehrer und scharfsinnige Kritiker, hebt neue akademische Disziplinen aus der Taufe und macht sich um die Verbreitung des Deutschen als Sprache der Wissenschaft höchst verdient. Zweifellos ist er der einflussreichste Philosoph im Alten Reich zwischen Gottfried Wilhelm Leibniz und Immanuel Kant. Im 



 

Das Buch:

In sieben Kapiteln werden Wolffs Lebens- und Tätigkeitsorte in Breslau, Jena, Leipzig, Halle, Marburg und wiederum Halle vorgestellt. Zudem geht der Autor auf die wichtigsten Werke Wolffs ein, sowie auf die Persönlichkeiten mit denn er sich umgab und die ihn in seinem Schaffen in besonderem Maße beeinflussten. Der Briefwechsel, vornehmlich der von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und dem Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung herausgegebene Briefwechsel zwischen Christian Wolff und Ernst Christoph von Manteuffel, dienen dabei als wichtiges Quellenmaterial.

Förderung und Partner:
Die Veröffentlichung der Publikation wurde gefördert auch die Stadt Halle, das Stadtmuseum Halle, durch die Saalesparkasse und den Rotary Club Halle (Saale).

 

Rezension:

Ralf Julke: Die rationale Vernunft oder Wie man lernt, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Die erste große Biographie über den Aufklärer Christian Wolff. Leipziger Internetseite: 1. Februar 2019. Lesen Sie mehr.

 

Buchpräsentation in Anwesenheit von Dr. Gunnar Schellenberger (Kulturstaatssekretär), Jane Unger (Direktorin Stadtmuseum Halle), Cornelia Zimmermann (Kuratorin Christian-Wolff-Haus), Prof. Hans-Joachim Kertscher (Autor), Dr. Judith Marquardt (Dezernentin)
Buchpräsentation in Anwesenheit von Dr. Gunnar Schellenberger (Kulturstaatssekretär), Jane Unger (Direktorin Stadtmuseum Halle), Cornelia Zimmermann (Kuratorin Christian-Wolff-Haus), Prof. Hans-Joachim Kertscher (Autor), Dr. Judith Marquardt (Dezernentin)

Projekt: Sonderausstellung Memento Mori – Das Grabgeleit der Halloren

Aufgaben: Konzepterstellung, Zeitplanmanagement, Aufgabencontrolling, Mittelbeantragung und -abrechnung
Ort: Technisches Halloren- und Salinemuseum Halle
Auftraggeber: Hallescher Salinemuseum e.V.

Zeitraum: 2016/17

Zielstellung:
Wie stellt man eine uralte Tradition spannend und modern so dar, dass die Besucher von dem Thema nicht erdrückt werden, sich wohlfühlen und auch Erkenntnisse mit nach Hause nehmen?
Ziel der Ausstellung war es also eine der wichtigsten Privilegien der Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle – die uralte Brüderschaft der halleschen Salzsieder – als Begleitausstellung der Kulturwochen „Stadt der Sterblichen“ (Funus Stiftung) zu thematisieren.

Hintergrund:
Für die Halloren ist es eine heute noch gelebte Tradition, mit einem würdevollen Grabgeleit der Bevölkerung einen Dienst zu erweisen. Doch liegt das Geheimnis in der Vergangenheit begründet, wann dieses Privileg entstand – vielleicht in notvollen Seuchenzeiten wie z.B. der Pest, die auch die Bevölkerung der Stadt Halle traf.

Ausstellungskonzept und Objekte:
Die Sonderausstellung im Technischen Halloren- und Salinemuseum Halle setzt auf eine Symbolik, die den Besuchern neue Einblicke in die Geschichte des Grabgeleits ermöglicht. Mittels einer interessanten Szenografie, durch das Spiel mit Licht und Schatten sowie überraschenden Effekten wird das Thema Tod modern, erhaben und auch mit etwas Augenzwinkern präsentiert.
Vier Themenkomplexe beleuchten die Aspekte anhand originaler Objekte und medialen Inszenierungen. So werden unter anderem neben Insignien des Grabgeleites auch Objekte aus dem historischen Silberschatz der Halloren gezeigt, welche zum Dank für den Dienst des Geleits der Brüderschaft von den Hinterbliebenen gestiftet wurden.
Diese kostbaren Gefäße aus Silber und Gold gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Die Inschriften belegen die Aufgaben der Halloren bei den Begräbnissen.
Ein weiteres sehr wertvolles Objekt ist der sogenannte Sarglappen. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. hatte den Halloren dieses Grabtuch in Anerkennung ihres Einsatzes in den Befreiungskriegen im Jahr 1815 geschenkt.
Auch heute noch wird auf Wunsch der Hinterbliebenen für jeden Verstorbenen das Grabgeleit durch die Salzwirker durchgeführt. Zu den Persönlichkeiten, denen diese Ehre zu Teil wurde, gehört auch Hans-Dietrich Genscher, Außenminister der Bundesrepublik Deutschland a.D.

Förderung und Partner:
Für die Finanzierung der Ausstellung wurden Fördermittelanträge gestellt und Drittmittel akquiriert. So wurden Anträge der Lotto-Toto Sachsen-Anhalt, ÖSA Versicherungen, Funus Stiftung, reha FLEX und Kroon Bestattungen bewilligt.
Die Projektpartner waren die Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle, Frank Weiss (ehemals xio_Design jetzt frank&frei) und das freistil Fotostudio.
Das Erstellen des Ausstellungskonzeptes und des Ablaufplans, sowie die Finanzplanung und Abrechnung erfolgten durch Kathleen Hirschnitz (Büro für Projekt- und Kulturmanagement|KonzeptKunstGeschichte).

Titelbild für Facebook zur Ausstellung: Memento mori- Das Grabgeleit der Halloren. Gestaltung: Frank Weiss.
Titelbild für Facebook zur Ausstellung: Memento mori- Das Grabgeleit der Halloren. Gestaltung: Frank Weiss.

Weitere Blogartikel zu unseren Projekten folgen in Kürze.